Entgleister Zug:
Einsatzmeldung:
H2 - entgleister Zug
Alarmierte Einheiten VG Loreley:
- FF Kestert
- FF St. Goarshausen
- Personal Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ)
Ausgerückte Fahrzeuge:
- LF 16/12
- ELW
- MZF 1
- MTF
Die Feuerwehr Sankt Goarshausen wurde am 06.08.2011 gegen 16:48 Uhr erneut alarmiert. Auf der Bahnstrecke zwischen Kestert und Kamp-Bornhofen kam es nach heftigen Regenfällen zu einem Erdrutsch auf die Gleisanlagen der Deutschen Bahn.
Infolge dessen entgleiste ein mit 95 Fahrgästen besetzter Regionalzug. Zum Glück gab es nur drei leicht Verletzte, die mit Fahrzeugen des Rettungsdienstes bzw. der SEG Rhein-Lahn abtransportiert wurden.
Die übrigen Fahrgäste wurden im weiteren Verlauf mit Mannschaftstransportfahrzeugen der Feuerwehren der VG Loreley, des THW Lahnstein und mit einem Reisebus zum Bahnhof nach Kamp-Bornhofen gebracht, wo ein Ersatzzug auf die Reisenden wartete.
Neben Verbandsgemeindebürgermeister Dieter Clasen machte sich auch Innenminister Lewentz, der in Kamp-Bornhofen wohnt, ein Bild von der Lage.
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Zug entgleist zwischen Kestert und Kamp-Bornhofen - drei Verletzte
Mittelrhein - Riesenglück hatten die rund 100 Passagiere eines Regionalzuges am Samstagnachmittag. Auf dem Weg von Frankfurt nach Neuwied entgleiste der Zug etwa auf halber Strecke zwischen Kestert und Kamp-Bornhofen.
Sintflutartige Regenfälle hatten gegen 16 Uhr für einen Moränenabgang gesorgt, bei dem gewaltige Mengen Schlamm und Geröll die bergseitigen Schienen blockierten. Der Zugführer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr über die Geröllmassen.
Dabei sprang der erste Wagen des Zuges aus den Gleisen, rutsche noch etwa 200 Meter durch das Gleisbett und kam mit Schräglage zum Stehen. Nach der Alarmierung der Rettungskräfte sorgte ein Großaufgebot von Feuerwehr, Sanitätern und Polizei für die Bergungsarbeiten.
„Wir sind glimpflich davon gekommen“, sagte der erleichterte Einsatzleiter der Bundespolizei. Der Zug sei zum Glück mit relativ geringer Geschwindigkeit durch das Hindernis gefahren, wodurch das vordere Drehgestell aus den Gleisen geriet.
Drei leicht verletzte Personen wurden vom Deutschen Roten Kreuz versorgt. Die restlichen kräftig durchgeschüttelten Passagiere konnten den Zug über eine Behelfsrampe nach und nach verlassen.
Mit Bussen wurden sie in die nächsten Bahnhöfe zur Weiterfahrt gebracht. Auch Innenminister Roger Lewentz, der in Kamp-Bornhofen lebt, machte sich ein Bild, informierte sich über die Rettungsarbeiten und dankte den Helfern für ihren professionellen Einsatz. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn der Zug mit höherer Geschwindigkeit unterwegs gewesen wäre, oder ein Güterzug die Strecke passiert hätte.
Ein Polizeibeamter erklärte, dass die Hänge im Rheintal ständig in Bewegung und „tickende Zeitbomben“ seien. Vor allem bei starken Regenfällen werde es niemals auszuschließen sein, dass Geröllmassen auf die Gleise rutschen und Unfälle dieser Art verursachen.
Wie lange die Bahnstrecke gesperrt sein wird, vermochte am späten Samstagnachmittag niemand zu sagen. Zum Bergen des Zuges wird ein schwerer Kran benötigt. Außerdem müssen die Geröllmassen beseitigt und die Schäden am Gleisbett behoben werden. Auch der Triebwagen des Zuges wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen und ist vorerst nicht mehr einsatzfähig. Jürgen Dedekind
Quelle: www.rhein-zeitung.de
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